News

    Einladung zum Wirtschaftsgespräch

Einladung zum Wirtschaftsgespräch Was machte einen erfolgreichen Unternehmer aus?

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit laden wir Sie herzlichst zum 7. Wirtschaftsgespräch am

Dienstag, 06. März 2018

um 19:30 Uhr ein.

In der Landwirtschaft ist kein Jahr wie das andere. Die Natur, der Markt, das persönliche Umfeld sowie die Politik stellen Betriebsleiter vor immer neue Herausforderungen. Unternehmensergebnisse klaffen trotz gleicher Rahmenbedingungen auseinander. Was als mach einen erfolgreichen Unternehmer aus? Antworten, basierend aus Die Entwicklungen am Finanzmarkt, die Nullzinspolitik und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft wie auch die Entwicklung von Vermögenswerten - seien es Unternehmen, Immobilien oder auch Geldanlagen - treiben jedem von uns Sorgenfalten ins Gesicht.

Antworten, basierend aus seinen beruflichen Erfahrungen, liefert Ihnen unser Referent - der Agrarjournalist und Unternehmensberater Dr. Uwe Steffin.

Dr. Uwe Steffin, Jahrgang 1970, ist gelernter Landwirt und studierte Agrarökonomie an der TU München/Weihestephan. Dort promovierte er mit einer Dissertation zu Preisabsicherungsstrategien in der Landwirtschaft. Berufseinstieg als Redakteur beim Pressedienst Agra-Europe (AgE) in Bonn, später in der Bundespressekonferenz Berlin. Fünf Jahre Unternehmensberatung im Bereich Risikomanagement. 2011 Wechsel zum dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag GmbH. Hier zunächst Chefredakteur beim Wirtschaftsmagazin agrarmanger, seit Mitte 2017 Chefredakteur agrarheute und Leitung Verlagsbereich Agrar.

Es erwartet Sie ein spannender Vortrag und eine sicher anregende Diskussion. Darüber hinaus haben Sie bei einem Imbiss im Anschluss noch Gelegenheit zu Fachgesprächen.

Zusammen mit meinen Kollegen Jürgen Sedlmeir und Josef Kandler sowie allen Mitarbeitern freuen wir uns auf den Gedankenaustausch mit Ihnen.

Ich freue mich darauf, Sie an diesem Abend in unserer Kanzlei in Gröbenzell zu begrüßen.

Gunter Nüssel, Geschäftsführer LBD GmbH & BERATA-GmbH

Gunter Nüssel
Geschäftsführer LBD GmbH & BERATA-GmbH

PROGRAMM

  • 19:30 Uhr Einlass und Begrüßung
    Dipl.-Ing. agr. (Univ.) Gunter Nüssel

    Geschäftsführer der
    BERATA-GmbH Steuerberatungsgesellschaft

    Geschäftsführer der
    LBD Landw. Buchführungsdienst GmbH

  • 20:00 Uhr Vortrag mit anschließender Diskussion
    Dr. Uwe Steffin
    Chefredakteur agrarheute

  • 21:00 Uhr Imbiss und Fachgespräche
    Sind Sie fit für die Kassen-Nachschau?

Ab 01.01.2018 kann die Finanzverwaltung die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung in einer sog. Kassen-Nachschau überprüfen.

Was ist bei der Kassen-Nachschau zu beachten?

  • Diese wird nicht angekündigt!
  • Die Kassen-Nachschau kann ggfs. sofort zu einer regulären Betriebsprüfung übergehen, falls Mängel in der Kassenführung gefunden werden.
  • Sie gilt für offene Ladenkassen und ECR / PC-Kassen.

Was wird bei der Kassen-Nachschau geprüft?

  • Ob das Kassenbuch korrekt geführt wird,
  • ob sämtliche Zahlungsvorgänge über das Kassensystem erfasst werden,
  • ob eine Verfahrensdokumentation des Herstellers und eine Anwenderdokumentation des Unternehmers vorliegen und
  • ob die Kasse kassensturzfähig ist.

Falls Sie Fragen zur Kassen-Nachschau haben, wenden Sie sich an Ihren Steuerberater.

    Einladung zu unseren Unternehmerseminaren in Bayern

Die Steuergesetze wandeln sich immer schneller und mit ihnen spezifische Themen. Gerne informieren wir Sie in unseren Unternehmerseminaren zu aktuellen Änderungen - u. a. zur Buchhaltung, Unternehmensnachfolge und Testamentgestaltung. Insbesondere das Thema Digitalisierung stellt Sie immer wieder vor neue Herausforderungen.

 

 

    Vorsicht bei der Übergabe eines landwirtschaftlichen Betriebes an mehrere Nachkommen!

Wenn ein Landwirt seinen verpachteten Betrieb, aus dem er Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft bezogen hat, an mehrere Nachkommen übergibt, also z.B. wie im Fall, der nun vom Bundesfinanzhof entschieden wurde, auf eine Tochter und zwei Enkelkinder, liegt eine Betriebsaufgabe vor. Die drei Erwerber erhielten Flurstücke mit einer Größe von rund 10,4 ha, 6,8 ha und 3,5 ha.

Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 16.11.2017 Az. VI R 63/15 entschieden, dass eine Betriebsaufgabe insbesondere dann vorliegt, wenn im Wege vorweggenommener Erbfolge die Betriebsgrundstücke auf mehrere nicht mitunternehmerschaftlich verbundene Einzelrechtsnachfolger übertragen werden oder nach dem Tod des Betriebsinhabers auf die Erben aufgeteilt werden. Ein landwirtschaftlicher Betrieb wird mit der Übertragung sämtlicher landwirtschaftlicher Nutzflächen an Dritte aufgegeben. Dies bedeutet, dass der Landwirt einen Aufgabegewinn versteuern muss und es zu keinem Buchwertübergang nach § 6 Abs. 3 EStG kommt.

Es liegt auch keine Übergabe von Teilbetrieben vor, da nach Aussage des Bundesfinanzhofes allein aus der Größe der landwirtschaftlichen Nutzflächen von mehr als 3 000 qm nicht auf das Vorliegen eines Teilbetriebes geschlossen werden kann. Denn ein einzelnes Wirtschaftsgut, insbesondere ein landwirtschaftliches Grundstück, mag es auch wertvoll sein und mit zu den funktional wesentlichen Grundlagen eines Betriebs gehören, bildet grundsätzlich keinen Teilbetrieb.
Falls Sie die Übergabe Ihres landwirtschaftlichen Betriebes planen, beraten Sie unsere Steuerberater gerne um steuerliche Fallstricke zu vermeiden.

    Testament muss nicht mit "Testament" oder "mein letzter Wille" überschrieben sein

Eigenhändig ge- und unterschriebene Schriftstücke können Testamente sein, auch wenn die sie verfassende Erblasserin die Schriftstücke nicht mit "Testament" oder "mein letzter Wille", sondern mit einer anderen Bezeichnung wie z. B. "Vollmacht" überschrieben hat.

In dem vom Oberlandesgericht (OLG) Hamm entschiedenen Fall bestimmte die Erblasserin in einem als "Testament" überschriebenen Schriftstück, dass sie ihren Schwestern nach ihrem Tode das Elternhaus je zur Hälfte übertrage. In zwei wenige Tage später datierten und mit "Vollmacht" überschriebenen Schriftstücken erteilte die Erblasserin ihrer Nichte Vollmacht über ihre Bankkonten und einen Bausparvertrag. Umstritten war zwischen den Beteiligten, ob die weiteren Schriftstücke der Erblasserin ebenfalls testamentarische Anordnungen beinhalten. Die Nichte (Klägerin) hat gemeint, die Erblasserin habe ihr die Guthaben als Vermächtnisse zugewandt, bei den beiden Schriftstücken handele es sich nicht um bloße Vollmachten, sondern um Testamente.

So sah es auch das OLG Hamm in seinem Urteil vom 11.05.2017 (Az. 10 U 64/16). Die beiden mit "Vollmacht" überschriebenen Schriftstücke stellten rechtswirksam errichtete privatschriftliche Testamente dar. Sie seien von der Erblasserin eigenhändig geschrieben und unterschrieben worden und erfüllten so die formalen gesetzlichen Anforderungen an ein privatschriftliches Testament. Dass sie mit "Testament" oder "mein letzter Wille" überschrieben seien, sei nicht erforderlich, weil sie auf einem ernstlichen Testierwillen beruhten. Die Erblasserin habe sie als rechtsverbindliche letztwillige Verfügung angesehen und der Klägerin nicht lediglich eine Verfügungsbefugnis erteilen wollen. Hiervon sei nach der durchgeführten Beweisaufnahme auszugehen.

Quelle: OLG Hamm / STB Web (Artikel vom 19.01.2018)

    Was ist beim Kauf einer nießbrauchsbelasteten Immobilie beim Werbungskostenabzug zu beachten?

Werbungskosten können bereits anfallen, bevor Einnahmen erzielt werden. Voraussetzung für den Abzug von vorweggenommenen Werbungskosten ist, dass zwischen den Werbungskosten und den erwarteten späteren Einnahmen ein ausreichend bestimmter Zusammenhang besteht.

Fraglich ist nun, ob im Fall des Kaufs einer nießbrauchsbelasteten Immobilie, die hierfür angefallenen Finanzierungskosten vorweggenommene Werbungskosten sind,

  • wenn eine vermietete – nießbrauchsbelastete – Immobilie erworben wird, und
  • die Anschaffungskosten ganz oder teilweise mittels eines Darlehens finanziert werden.

Beispiel: A kauft ein Mietwohnhaus. Das Haus ist mit einem lebenslänglichen Vorbehaltsnießbrauch für die Mutter des Verkäufers belastet. Diese bezieht daher aus der Immobilie Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. A hat für den Kauf ein Darlehen aufgenommen, für das er Zinsen zahlt. A will die Schuldzinsen nun als vorweggenommene Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend machen.

Bisher hatte der Bundesfinanzhof entschieden, dass der Eigentümer eines Geschäftshauses, das mit einem lebenslänglichen Nießbrauchsrecht zugunsten eines Dritten belastet ist, die von ihm getragenen Umbau- und Renovierungskosten nicht als vorab entstandene Werbungskosten abziehen kann (BFH, Urteil vom 14.11.2007, IX R 51/06).

Vom Eigentümer eines mit einem Vorbehaltsnießbrauch belasteten Grundstücks getragene Aufwendungen können nach Auffassung des Bundesfinanzhofes nur dann ausnahmsweise vorab entstandene Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sein,

  • wenn der Steuerpflichtige sie im eigenen Interesse als zukünftiger Nutzer des Hauses gemacht hat und
  • der Nießbrauch nach den zugrundeliegenden Vereinbarungen zeitnah aufgehoben werden soll (BFH, Urteil vom 25.02.2009, IX R 3/07).

Gilt diese BFH-Rechtsbesprechung aber auch für die Schuldzinsen, die durch den Kauf entstanden sind?

Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat jüngst entschieden, dass Schuldzinsen, die auf die Finanzierung des Kaufs eines nießbrauchsbelasteten Grundstücks entfallen, beim nießbrauchsverpflichteten Eigentümer als vorweggenommene Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung zu berücksichtigen sein können (Urteil vom 25.04.2017, 5 K 763/15). Das Gericht weist darauf hin, dass der Bundesfinanzhof bislang ausnahmslos im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Erhaltungsaufwendungen als Werbungskosten geurteilt hat. Erhaltungsaufwendungen beziehen sich bereits auf das Jahr ihrer Ausführung und damit auf einen Zeitraum, in dem noch nicht der Eigentümer des Grundstücks, sondern allein der Nießbrauchsberechtigte Vermietungseinkünfte erzielt.

Im Gegensatz dazu handelt es sich nach Meinung des Finanzgerichts bei den Anschaffungskosten für ein Grundstück und den damit im Zusammenhang stehenden Finanzierungskosten um Aufwendungen, die ausschließlich im Hinblick auf die in der Zukunft beabsichtigte und dann auch erfolgte Vermietung getätigt werden. Damit stehen diese Aufwendungen grundsätzlich im direkten wirtschaftlichen Zusammenhang zu den vom Steuerpflichtigen in der Zukunft beabsichtigten und letztlich auch erzielten Vermietungseinkünften.

Gegen dieses Urteil ist beim Bundesfinanzhof Revision anhängig (unter dem Aktenzeichen IX R 20/17).

Bis zum Entscheid des Bundesfinanzhofes empfehlen wir in solchen Fällen die Bescheide mit Einspruch offen zu halten.

    Neue Frist beim Kindergeldantrag beachten!

Aufgrund der Änderung des § 66 Abs. 3 EStG zum 01.01.2018 wird das Kindergeld rückwirkend nur für die letzten 6 Monate vor Beginn des Monats gezahlt, in dem der Antrag auf Kindergeld eingegangen ist.

Was bedeutet das für Sie in der Praxis?

Stellen Sie die Kindergeldanträge für die Anspruchszeiträume 2013-2017, falls Sie dies noch nicht getan haben, unbedingt noch bis zum 31.12.2017 bei der zuständigen Familienkasse!

Für zukünftige Zeiträume sollten Sie die Kindergeldanträge möglichst bald nach dem Entstehen der Anspruchsgrundlage stellen.

Sofern bei Ihnen bei der Einkommensteuer-Veranlagung im Rahmen der Günstigerprüfung Kinderfreibeträge angesetzt und die Einkommensteuer-Erstattung um die Kindergeldansprüche gemindert wurde, Sie diese Kindergeldzahlungen aber aufgrund der neuen Fristen nicht ausbezahlt bekommen haben, legen Sie unbedingt Einspruch ein.

Wir helfen Ihnen gerne dabei.

    Verkauf von Lebensversicherungsverträgen an den Ehegatten

Durch ein Urteil des Bundesfinanzhofs wurde der Verlust aus dem Verkauf einer vor dem 01.01.2005 abgeschlossenen Lebensversicherung an den Ehegatten steuerlich anerkannt.

Fragen Sie Ihren Steuerberater.

    Einkommensteuer-Vorauszahlungen von getrennt lebenden Ehegatten

Wenn sich Ehegatten im Laufe eines Jahres für das Getrenntleben entscheiden bleibt dennoch für dieses Jahr eine sog. Zusammenveranlagung der Ehegatten möglich. Diese Veranlagungsart ist in aller Regel die günstigere.

Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass bei evtl. zu leistenden Einkommensteuer-Vorauszahlungen auf dem Überweisungsträger bzw. in der online-Überweisung das Finanzamt darauf hingewiesen wird, für wessen Steuerschuld diese Vorauszahlung geleistet wird.

Geschieht dies nicht, so geht das Finanzamt ohne weitere Begründung davon aus, dass jeweils die Hälfte für den Ehemann und die Ehefrau geleistet wird. Dies kann zu weiteren Streitigkeiten unter den Eheleuten führen.

Kontaktieren Sie in solchen Fällen auch Ihren Steuerberater.

    Vorauszahlung von Krankenversicherungsbeiträgen

Bei bestimmten Berufsgruppen (Gewerbetreibende, Selbständige, in der LKK versicherte Landwirte, Beamte) kann es unter Umständen zu einer beachtlichen steuerlichen Entlastung führen, wenn Beiträge zur Krankenversicherung für das ganze Jahr 2018 noch im Jahr 2017 vorausbezahlt werden. Der Umfang der steuerlichen Entlastung hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.

Fragen Sie Ihren Steuerberater.

    Hilfsprogramm für frostgeschädigte Obst- und Weinbaubetriebe

Bericht aus der Kabinettssitzung vom 19.09.2017

Kabinett beschließt Hilfsprogramm für frostgeschädigte Obst- und Weinbau betriebe / Naturkatastrophe im April 2017 hat bis zu 60 Millionen Euro Schäden verursacht / Agrarminister Helmut Brunner: „Wir lassen die vor allem am Bodensee und in Franken schwer getroffenen Betriebe nicht allein“

Der Ministerrat hat ein Hilfsprogramm für die bayerischen Obstbauern und Winzer beschlossen, bei denen die Fröste im April 2017 zu schweren Ertragseinbußen geführt haben. Nach frühlingshaften Temperaturen und einer verfrühten Blüte hatten zwei Kältenächte im Zeitraum 19. bis 21. April 2017 mit minus sieben Grad Celsius verheerende Schäden in den Obst- und Weinbaugebieten in Bayern, aber auch in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern angerichtet.

Landwirtschaftsminister Helmut Brunner: „Im Zusammenspiel mit der verfrühten Obstblüte kommen die Frostnächte im April einer Naturkatastrophe gleich. Allein in Bayern rechnen wir auf rund 3.800 Hektar Anbaufläche mit Schäden von rund 60 Millionen Euro. Vor allem die Obstbauern und Winzer am Bodensee und in Franken sind stark betroffen. Beim Obst gab es trotz Vorkehrungen vielfach sogar Totalausfälle, beispielsweise bei Kirschen. In dieser oft existenzbedrohenden Notsituation lassen wir unsere Obstbauern und Winzer nicht alleine, zumal die Schäden auch nicht zu annehmbaren Bedingungen versicherbar gewesen wären.“

Das Hilfsprogramm sieht folgendes vor:

  • Nachgewiesene Schäden werden bis zu maximal 50 Prozent ausgeglichen, der Höchstbetrag liegt bei 50.000 Euro.
  • In besonderen Härtefällen, bei denen die Schäden über 100.000 Euro betragen, die Fortführung des Betriebs bedroht ist und ein Darlehen aufgenommen werden muss, werden auch die Schäden über 100.000 Euro zu 50 Prozent ausgeglichen. Die Zuwendung ist allerdings auf 150.000 Euro pro Antragsteller begrenzt.
  • Insbesondere bei kleineren Betrieben, deren Existenz grundlegend gefährdet ist, kann der Entschädigungssatz auf bis zu 80 Prozent erhöht werden.

Voraussetzung ist in allen Fällen, dass aufgrund des Frosts die Ernteerträge mindestens 30 Prozent niedriger ausfallen als im mehrjährigen Schnitt der vorangegangenen Jahre.

    Karpfhamer Fest & Rottalschau 2017

Auch dieses Jahr war die BERATA-GmbH und die LBD GmbH wieder auf einer der bedeutendsten Landtechnik-Messen in Süddeutschland vertreten. Die Rottalschau zieht jährlich mehrere hunderttausend Besucher an und informiert über die neuesten Innovationen im Bereich Landwirtschaft und Energietechnik.

In der Agrarhalle lud unser Stand zu Gesprächen mit den Steuerberatern und Außendienstmitarbeitern der Kanzlei in Pfarrkirchen ein. Wir freuten uns sehr, dass wir auch Mandanten aus entfernteren Kanzleien wie Kulmbach, Würzburg, Augsburg oder Cham begrüßen durften. Die Digitalisierung – in unserem Fall mit BBJ DATASAVE, ADNOVA+ und DATEV Unternehmen online – hielt mit einem Computerterminal Einzug und weckte bei den Mandanten großes Interesse.

Höhepunkt an unserem Stand der diesjährigen Rottalschau war der Besuch von Kanzleramtsminister Peter Altmaier, der zur diesjährigen Bauernkundgebung sprach. Hauptthema des Gesprächs war die fortschreitende Digitalisierung unserer Branche.

Nach fünf Messetagen endete die Rottalschau am Dienstagabend. Es war ein großer Erfolg und wir ernteten durchgehend positives Feedback von den Messebesuchern.

    Sofortprogramm für Unwetter geschädigte Waldbesitzer beschlossen

Bericht aus der Kabinettssitzung vom 05.09.2017

Ministerrat beschließt 100 Millionen-Euro-Sofortprogramm zur Unterstützung sturmgeschädigter Waldbesitzer in den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau / Landesweite Offensive zur Beschleunigung des Waldumbaus / Forstminister Helmut Brunner: „Schnelle Hilfen für Sturmgeschädigte / Kraftakt für einen gesunden Wald“

Der Ministerrat hat heute Soforthilfen in Höhe von 100 Millionen Euro für die vom Gewittersturm „Kolle“ geschädigten Waldbesitzer beschlossen. Forstminister Helmut Brunner: „Der Sturm hat vor allem in den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau tausende Hektar Wald verwüstet und die Arbeit ganzer Waldbesitzer-Generationen zunichte gemacht. Die Staatsregierung lässt die Betroffenen nicht allein. Mit schnellen Hilfen für die Sturmgeschädigten, mit logistischer Unterstützung und mit organisatorischen Weichenstellungen helfen wir mit aller Kraft dabei, die schlimmen Folgen dieses Sturms zu bewältigen.“ Die Staatsregierung dankt den Einsatzkräften und den zahlreichen freiwilligen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr herausragendes Engagement. Staatsminister Dr. Marcel Huber: „Bayern steht bei solchen Unglücksfällen eng zusammen. Diese Solidarität macht unser Land so stark.“


1. Das Sofortprogramm für geschädigte Waldbesitzer besteht aus zehn Schwerpunkt-Maßnahmen

  • Räumungszuschüsse von bis zu 6.000 Euro pro Hektar, damit das Schadholz schnell aufgearbeitet und zur Vermeidung von Borkenkäfer-Folgeschäden rasch aus den Wäldern abtransportiert werden kann.
  • Zinslose Kredite als Überbrückungshilfen, damit die hohen Aufarbeitungskosten, denen zunächst keine Einnahmen gegenüber stehen, zwischenfinanziert werden können.
  • Steuerliche Vergünstigungen und unbürokratische Unterstützung durch die zuständigen Finanzbehörden.
  • Aufhebung zeitlicher Fahrverbote für LKW sowie Tonnageerhöhung auf 44 Tonnen, um die Transportkapazitäten zu erhöhen.
  • Abordnung zusätzlicher staatlicher Förster in die hauptbetroffenen Landkreise zur Unterstützung der Waldbesitzer bei der Aufarbeitung der Schadhölzer.
  • Koordination der Anlage von Holzlagerplätzen durch die Forstverwaltung.
  • Landesweiter Einschlagsstopp für Nadelfrischholz bei den Bayerischen Staatsforsten, um den Holzmarkt zu entlasten.
  • Bis zu 90 Prozent Zuschüsse für Neubau und Instandsetzung von Wegen sowie für die Anlage von Holzlagerplätzen.
  • Erlaubnis zur förderunschädlichen Lagerung von Holz auf landwirtschaftlichen Flächen bis zur Aussaat der nächsten Ackerkultur.
  • Bereitstellung zusätzlicher Finanzmittel für die Wiederaufforstung der Schadflächen im Nachtragshaushalt 2018.


2. Waldumbau

Der Ministerrat hat außerdem auf Vorschlag von Forstminister Brunner beschlossen, eine landesweite Offensive auf den Weg zu bringen, um den Umbau der bayerischen Wälder in klimatolerante Mischwälder zu beschleunigen und sie damit widerstandsfähiger gegen Stürme und Insektenbefall zu machen. Brunner: „Die Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel ist für Bayern, das waldreichste Land in ganz Deutschland, eine riesige Herausforderung. Mit einer Offensive Waldumbau 2030 wollen wir mehr Privat- und Körperschaftswälder in stabile und artenreiche Mischwälder umwandeln. Das ist ein Kraftakt für einen gesunden Wald und es ist im besten Sinne Zukunftsvorsorge, um künftige Schäden durch Stürme, Trockenheit und Schädlingsbefall so gering wie möglich zu halten.“ Über Einzelheiten der Ausgestaltung der Offensive Waldumbau wird die Staatsregierung im Herbst beraten.


3. Hilfen für weitere Schäden

Die Staatsregierung ermöglicht zudem steuerliche Erleichterungen, Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs sowie in Härtefällen Zuschüsse entsprechend der Notstandsbeihilfe für alle von Starkregen und Hochwasser Betroffenen. Sturmgeschädigte Privathaushalte erhalten in Härtefällen Notstandsbeihilfe entsprechend den Härtefondsrichtlinien.

Die Staatsregierung räumt ferner im Rahmen des Bayerischen Mittelstandskreditprogrammes Sonderregelungen für geschädigte gewerbliche Unternehmen und freiberuflich Tätige ein und unterstützt Geschädigte durch das umfassende Beratungsangebot der LfA Förderbank Bayern.

    Forst: Bei Holznutzungen infolge höherer Gewalt die Sofortmeldung nicht vergessen!

Sie sind als Forstwirt von der Unwetterkatastrophe im August in Bayern betroffen oder müssen infolge eines Borkenkäferbefalls Bäume fällen, dann können Sie für die Schäden zumindest steuerliche Vergünstigungen für diese Holznutzungen nach § 34b EStG erhalten.

Aber es muss zuallererst eine  Sofortmeldung an das Bayerische Landesamt für Steuern zur Feststellung des Schadens aus den sog. Kalamitätsnutzungen erfolgen.

Die Mitteilung muss vor dem Aufarbeiten des Schadholzes erfolgen. In dringenden Fällen kann dies auch telefonisch erfolgen. Vor der Mitteilung bereits aufgearbeitetes Schadholz kann nicht als Kalamitätsnutzung anerkannt werden.

Unsere Mitarbeiter helfen Ihnen bei Fragen hierzu gerne weiter.

    Pressemitteilung: Söder - Unwetterkatastrophe in Bayern

Pressemitteilung

Durch Unwetter am 18. und 19.08.2017 sind in mehreren Teilen Bayerns erhebliche Schäden entstanden. „Wir lassen die Menschen in dieser schweren Situation nicht allein. Ab sofort gelten für alle Betroffenen in Bayern verschiedene steuerliche Hilfsmaßnahmen“, kündigte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder heute an. So können im Einzelfall Steuern gestundet, Vollstreckungsmaßnahmen aufgeschoben und Steuervorauszahlungen gestreckt werden. Auch Sonderabschreibungen sind möglich. Muss Hausrat und Kleidung in größerem Umfang wiederbeschafft werden, können auch diese Ausgaben unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich berücksichtigt werden.

Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen sowie Anpassung der Vorauszahlungen
Anträgen von Betroffenen auf Stundung bereits fälliger oder fällig werdender Steuern des Bundes und des Landes wird unter erleichterten Voraussetzungen stattgegeben. Gleiches gilt auch für Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer (Körperschaftsteuer). Gleichzeitig werden bei Betroffenen bis zum 31.12.2017 keine Vollstreckungsmaßnahmen durchgeführt. Für den Zeitraum vom 19.08.2017 bis zum 31.12.2017 wird auch von Säumniszuschlägen abgesehen.

Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Lohnsteuer
Bei Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit besteht die Möglichkeit von Sonderabschreibungen beim Wiederaufbau von Betriebsgebäuden und der Ersatzbeschaffung beweglicher Anlagegüter. Unwetterbedingte Aufwendungen können unter erleichterten Voraussetzungen als Erhaltungsaufwand bzw. Betriebsausgaben anerkannt werden. Bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung bestehen ähnliche Möglichkeiten.
Zudem können für die Ersatzbeschaffung beweglicher und unbeweglicher Anlagegüter unter Umständen steuerfreie Rücklagen gebildet werden. Auch gibt es Erleichterungen für den Betriebsausgabenabzug bei Herrichtung und Wiederanpflanzung zerstörter Obstbaumbestände und sonstiger Kulturen, bei der Erfassung von Versicherungsleistungen sowie bei der Bewertung von Holzvorräten und der Besteuerung von Kalamitätsholz.

Nachweis steuerbegünstigter Spenden
Für den Nachweis der Zuwendungen steuerbegünstigter Spenden bei der Steuerveranlagung genügt der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung (z. B. Kontoauszug oder Lastschrifteinzugsbeleg) eines Kreditinstitutes oder der PC-Ausdruck bei Online-Banking. Voraussetzung ist, dass die Spende bis zum 31.12.2017 zur Hilfe in Katastrophenfällen auf ein für den Katastrophenfall eingerichtetes Sonderkonto erfolgt.

Unterstützungen an Arbeitnehmer
Unterstützungen, die von privaten Arbeitgebern an unwettergeschädigte Arbeitnehmer unter den Voraussetzungen der Lohnsteuerrichtlinien gezahlt werden, sind insoweit steuerfrei, als sie insgesamt 600 Euro nicht übersteigen. Übersteigende Beträge gehören ebenfalls nicht zum steuerpflichtigen Arbeitslohn, wenn unter Berücksichtigung der Einkommensverhältnisse und des Familienstandes des Arbeitnehmers ein besonderer Notfall vorliegt.

Söder rät den Betroffenen, sich wegen der für sie im Einzelfall in Betracht kommenden Hilfsmaßnahmen umgehend persönlich mit dem zuständigen Finanzamt in Verbindung zu setzen. Sie erhalten dort nähere Auskünfte über die in ihrem Fall anwendbaren Regelungen. Anträge auf Erlass von Grundsteuer sind an die Gemeinden zu richten.

Weitere Hilfsmaßnahmen des Freistaats Bayern, insbesondere für die Waldbauern, werden noch geprüft. Den betroffenen Kommunen wird insbesondere zur Behebung von Schäden an Schulen und Kindertageseinrichtungen geholfen. Zudem beteiligt sich der Freistaat finanziell an der Instandsetzung beschädigter Straßen und Brücken. So wird sichergestellt, dass Schäden in diesen Bereichen wieder schnell beseitigt werden können.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat